Im Interview gibt das Gründerteam von CANTREAT Einblick in seine Vision, die Herausforderungen eines schnell wachsenden Aktionariats und den Umgang mit gesellschaftsrechtlicher Komplexität. Sie zeigen, warum administrative Prozesse schnell zum Engpass werden können – und wie Konsento dabei hilft, Klarheit zu schaffen, Zeit zu sparen und die Corporate Governance auf ein professionelles Niveau zu heben.
CANTREAT - Revolution in der Krebstherapie
Die CANTREAT AG ist ein Schweizer MedTech-Startup, das mit magnetisch steuerbaren Nanopartikeln die Krebstherapie präziser, wirksamer und besser verträglich machen will. Gleichzeitig ist das Unternehmen in kurzer Zeit stark gewachsen – mit über 120 Aktionären und entsprechend steigender Komplexität in der Unternehmensführung.
Um den administrativen Aufwand rund um Aktienregister, Generalversammlungen und Corporate Actions zu reduzieren, setzt CANTREAT auf Konsento. Die Plattform sorgt im Hintergrund für klare, effiziente und rechtssichere Prozesse – und schafft damit den nötigen Freiraum für das, was wirklich zählt: Forschung, Entwicklung und Wachstum.
In der ausführlichen Case Study erfährst Du, wie CANTREAT Konsento konkret einsetzt und welche Ergebnisse das Unternehmen damit erzielt hat.
Die Gründer und ihre Vision
Wer seid Ihr als Gründerteam, und was hat Euch persönlich dazu bewegt, CANTREAT zu gründen?
„Wir sind drei Gründer mit sehr unterschiedlichen, aber perfekt ergänzenden Hintergründen. Ich, Thomas Steinmüller, bringe langjährige Erfahrung in Unternehmensführung und strategischer Geschäftsentwicklung mit, zum Beispiel bei der BMW Group, Swarovski und General Electric.
Dietmar Hold, unser CCO, ist Experte für Investor Relations und Unternehmenskommunikation, begleitete die Gründung und den Aufbau verschiedener Unternehmen und war zudem als International Business Development Manager tätig.
Michael Forster, unser CTO, ist Diplomingenieur für Maschinenbau mit über 25 Jahren Erfahrung in der Produktentwicklung und verantwortet bei CANTREAT die gesamte Forschung und technische Entwicklung. Michael und ich bringen dabei bereits direkte Erfahrung im Unternehmensaufbau mit – eine Kombination, die unser Team in der Umsetzung besonders stärkt. Was uns alle drei vereint? Die tiefe Überzeugung, dass Krebstherapie besser sein kann – für die Patientinnen und Patienten, nicht nur gegen die Krankheit. Was mich persönlich bewegt hat, ist die Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe: Warum müssen Menschen, die ohnehin schon kämpfen, durch eine Therapie so stark leiden? Diese Frage hat uns zusammengebracht – und motiviert uns bis heute."
Wie würdet Ihr CANTREAT jemandem erklären, der Euch noch nicht kennt – was macht Ihr anders als bestehende Ansätze in der Krebstherapie?
„Stell dir vor, du kannst ein Medikament direkt dorthin bringen, wo es gebraucht wird – in den Tumor – ohne dass der Rest des Körpers davon betroffen ist. Genau das ist CANTREAT. Wir nutzen magnetisch steuerbare Nanopartikel, an die bereits zugelassene Krebsmedikamente angelagert werden. Diese Partikel werden direkt in den Tumor injiziert und präzise dort fixiert. Der Tumor nimmt das Medikament auf während gesundes Gewebe weitgehend geschont bleibt. Das ist der entscheidende Unterschied."
Welche medizinische Vision verfolgt Ihr mit Eurer Technologie, und welches konkrete Problem wollt Ihr für Patientinnen und Patienten lösen?
„Unsere Vision ist klar: Krebs gezielt behandeln – und dabei sanft zum Leben bleiben. Das klingt einfach, ist aber revolutionär. Heute leiden Millionen von Krebspatienten nicht nur unter ihrer Erkrankung, sondern auch unter den schweren Nebenwirkungen der Therapie. Haarausfall, Übelkeit, Organschäden – das alles entsteht, weil Chemotherapie den ganzen Körper trifft. Wir wollen genau das ändern: Mit CANTREAT soll der Wirkstoff nur dort wirken, wo er gebraucht wird. Das bedeutet weniger Nebenwirkungen, bessere Verträglichkeit – und potenziell höhere Heilungschancen."
Warum habt Ihr Euch bewusst dafür entschieden, bestehende Chemotherapeutika gezielter einzusetzen, statt neue Wirkstoffe zu entwickeln?
„Das ist eine sehr bewusste strategische Entscheidung. Die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs dauert oft 15 bis 20 Jahre und kostet Millionen – mit ungewissem Ausgang. Wir haben uns gefragt: Warum nicht das nutzen, was bereits funktioniert und zugelassen ist? Bis zu 90 % aller verfügbaren Zytostatika sind mit unserer Technologie einsetzbar – darunter viele, die bisher wegen zu starker Nebenwirkungen kaum anwendbar waren. Wir machen bestehende Wirkstoffe besser einsetzbar, nicht überflüssig. Das ist effizienter, schneller – und vor allem schneller für die Patienten verfügbar."
Wo steht CANTREAT heute in der Forschung und Entwicklung, und welche nächsten Meilensteine sind für Euch besonders entscheidend?
„Wir haben unsere Technologie wissenschaftlich fundiert entwickelt und arbeiten intensiv daran, sie zur klinischen Anwendungsreife zu bringen. CANTREAT ist als Medizinprodukt konzipiert – das gibt uns einen klar definierten Regulierungsweg. Die nächsten entscheidenden Meilensteine sind für uns die weiteren Tierversuche, der Aufbau weiterer Forschungspartnerschaften sowie der Eintritt in klinische Studien – und schliesslich die regulatorische Zulassung. Jeder dieser Schritte bringt uns näher an unser Ziel: eine neue Ära der Krebstherapie – präzise, wirksam und gut verträglich."
Wachstum, Organisation und operative Herausforderungen
Die Aktionärsstruktur von CANTREAT ist in kurzer Zeit stark gewachsen. Was hat dieses Wachstum organisatorisch mit sich gebracht?
„Das Wachstum unserer Aktionärsstruktur ist ein Zeichen des Vertrauens in unsere Technologie – aber es bringt auch eine neue Dimension der Verantwortung mit sich. Plötzlich stehen nicht mehr nur das Produkt und die Forschung im Mittelpunkt, sondern auch formelle Prozesse: Wer ist Aktionär? Wer hat welche Rechte? Wie informieren wir transparent und rechtssicher? Das sind Fragen, die wir als Gründerteam zunächst unterschätzt haben. Wir mussten sehr schnell lernen, ein Unternehmen nicht nur technisch und wissenschaftlich, sondern auch organisatorisch und gesellschaftsrechtlich professionell zu führen."
Welche Herausforderungen entstehen für ein forschungsintensives Startup, wenn plötzlich viele Aktionäre, Beteiligungen und formelle Entscheide dazukommen?
„Die eigentliche Herausforderung liegt im Spannungsfeld zwischen Geschwindigkeit und Formalität. In der Forschung denken wir in Hypothesen, Experimenten und Ergebnissen – das ist iterativ und dynamisch. Gesellschaftsrechtliche Prozesse funktionieren anders: Sie verlangen Präzision, Dokumentation und Einhaltung klarer Fristen. Wenn beides gleichzeitig läuft, braucht es klare Strukturen – sonst verliert man entweder Zeit im Kerngeschäft oder riskiert formelle Fehler, die später teuer werden können."
Wie habt Ihr die Verwaltung von Aktien, Beschlüssen und formellen Vorgängen ursprünglich eingeschätzt – und was hat Euch im Alltag vielleicht überrascht?
„Ehrlich gesagt haben wir das am Anfang unterschätzt. Man denkt: Ein Beschluss ist schnell gefasst, ein Aktienregister schnell geführt. Zu Beginn haben wir tatsächlich alles selbst über Excel und Word erledigt – das hat anfangs auch funktioniert. Aber sobald wir mehr als zehn Aktionäre hatten, ist die Komplexität enorm angestiegen und damit auch die potenzielle Fehleranfälligkeit. Die Realität sieht eben anders aus, als man es erwartet: Der administrative Aufwand wächst mit jeder neuen Beteiligung, jedem neuen Investor, jeder Kapitalrunde. Was uns wirklich überrascht hat, ist die schiere Menge an Dokumentation, Koordination und Nachverfolgung, die dahintersteckt – und wie schnell das, wenn man es nicht strukturiert angeht, zum echten Engpass wird. Mit der Einführung von Konsento wurde das alles perfekt strukturiert und sauber gelöst – ein echter Wendepunkt für uns."
„Das Wachstum unserer Aktionärsstruktur ist ein Zeichen des Vertrauens in unsere Technologie – aber es bringt auch eine neue Dimension der Verantwortung mit sich. Wir mussten sehr schnell lernen, ein Unternehmen nicht nur technisch und wissenschaftlich, sondern auch organisatorisch und gesellschaftsrechtlich professionell zu führen." Michael Forster
Gab es einen Moment, in dem klar wurde, dass Corporate Actions und Aktionärsthemen zu viel Zeit oder Energie vom Kerngeschäft abziehen wird?
„Ja, den gab es. Es war der Moment, in dem wir gemerkt haben, dass wir mehr Zeit mit der Vorbereitung von Generalversammlungen, der Pflege des Aktienregisters und der Koordination von Beschlüssen verbracht haben als mit dem, wofür wir CANTREAT gegründet haben: der Entwicklung unserer Technologie. Das war ein Weckruf. Uns war klar: Wenn wir hier keine Lösung finden, wird das langfristig auf Kosten unserer Forschung und unserer Patienten gehen – oder wir müssten eine zusätzliche Person einstellen, die sich darum kümmert. Was wiederum weitere Kosten bedeutet hätte, die uns noch mehr belastet hätten als das Problem selbst."
Was war Euch dabei besonders wichtig: rechtliche Sicherheit, Geschwindigkeit, Kostenkontrolle oder vor allem Entlastung des Gründerteams?
„Alle vier Punkte spielen eine Rolle – aber wenn ich ehrlich bin, war die Entlastung des Gründerteams der entscheidende Faktor. Wir sind Wissenschaftler, Entwickler und Unternehmer – keine Juristen oder Verwaltungsspezialisten. Wir brauchen eine Lösung, der wir vertrauen können: rechtlich wasserdicht, schnell umsetzbar und ohne dass wir uns selbst in Details verlieren, die andere besser und effizienter erledigen können. Rechtliche Sicherheit ist dabei natürlich nicht verhandelbar – aber sie muss im Hintergrund funktionieren, damit wir im Vordergrund liefern können."
Einsatz von Konsento und konkreter Nutzen
„Für mich persönlich ist es die Zeitersparnis und die Klarheit – ich weiss zu jedem Zeitpunkt, wer Aktionär ist, welche Beschlüsse gefasst wurden und was als nächstes ansteht. Für CANTREAT als Unternehmen ist es die Rechtssicherheit und die Kosteneffizienz: Wir haben externe Anwalts- und Notariatskosten deutlich reduziert und gleichzeitig die Qualität unserer Corporate Governance erhöht. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil – besonders wenn wir mit professionellen Investoren sprechen, die genau hinschauen." Dietmar Hold
Wie seid Ihr auf Konsento aufmerksam geworden, und was hat Euch überzeugt, diesen Weg zu gehen statt klassische Beratungslösungen zu nutzen?
„Wie bei vielen Dingen im Startup-Alltag war es eine Kombination aus Empfehlung und dem richtigen Timing. Wir haben Konsento durch unser Netzwerk kennengelernt – und je mehr wir uns damit beschäftigt haben, desto klarer wurde: Das ist genau das, was wir brauchen. Was uns überzeugt hat, war die Kombination aus Rechtssicherheit und Einfachheit. Klassische Beratungslösungen bedeuten: Anruf, E-Mail, warten, Rechnung. Konsento bedeutet: Prozess starten, Schritt für Schritt geführt werden, fertig. Für ein forschungsintensives Startup wie CANTREAT ist das ein riesiger Unterschied."
Welche Prozesse bildet Ihr heute konkret mit Konsento ab, und wie hat sich Euer Umgang mit Corporate Actions dadurch verändert
„Wir nutzen Konsento vor allem für das digitale Aktienregister und die Organisation unserer Generalversammlungen. Was sich verändert hat? Der gesamte Umgang mit diesen Themen ist ruhiger geworden. Ein konkretes Beispiel: Bei unserer letzten Generalversammlung waren alle Traktandenpunkte formell korrekt und rechtzeitig für alle Beteiligten einsehbar. Die Abstimmungen liefen strukturiert ab, und am Ende war alles sauber protokolliert und lückenlos nachvollziehbar. Früher war genau das mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden – Dokumente zusammenstellen, Fristen im Blick behalten, Koordination sicherstellen. Heute läuft das über eine Plattform, strukturiert, nachvollziehbar und rechtskonform. Das gibt uns als Gründerteam eine Gelassenheit, die wir vorher nicht hatten."
Was bedeutet es für Euch als Nicht-Juristen, gesellschaftsrechtliche Themen über eine Software statt über Anwälte abzuwickeln?
„Es bedeutet vor allem eines: Selbstbestimmung. Wir sind keine Juristen – aber mit Konsento müssen wir keine sein. Die Plattform führt uns durch jeden Schritt, erklärt was notwendig ist und warum, und stellt sicher, dass alles rechtskonform ist. Das bedeutet nicht, dass wir auf Anwälte gänzlich verzichten, aber viele Fragen, die früher externe Beratung erfordert hätten, können wir heute eigenständig und sicher beantworten."
Welchen konkreten Nutzen zieht Ihr heute aus Konsento – für Euch persönlich als Gründer und für das Unternehmen insgesamt?
„Für mich persönlich ist es die Zeitersparnis und die Klarheit. Ich weiss zu jedem Zeitpunkt, wer Aktionär ist, welche Beschlüsse gefasst wurden und was als nächstes ansteht – ohne in Tabellen oder E-Mail-Verläufen suchen zu müssen. Für CANTREAT als Unternehmen ist es die Rechtssicherheit und die Kosteneffizienz. Wir haben externe Anwalts- und Notariatskosten deutlich reduziert und gleichzeitig die Qualität unserer Corporate Governance erhöht. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil – besonders wenn wir mit professionellen Investoren sprechen, die genau hinschauen."
„Wenn wir uns darauf verlassen können, dass Konsento im Hintergrund läuft, können wir uns im Vordergrund auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung unserer Technologie und – letztlich – bessere Chancen für Krebspatienten." - Dietmar Hold
Wenn Ihr nach vorne blickt: Was wünscht Ihr Euch für die weitere Zusammenarbeit mit Konsento, damit CANTREAT auch in Zukunft fokussiert wachsen kann?
„Unser Wunsch ist einfach: dass Konsento mit uns wächst. CANTREAT wird in den kommenden Jahren weitere Finanzierungsrunden durchlaufen, die Aktionärsstruktur wird komplexer, die regulatorischen Anforderungen steigen. Wir wünschen uns eine Plattform, die das abbildet – skalierbar, weiterhin so intuitiv wie heute und immer am Puls des Schweizer Gesellschaftsrechts. Wenn wir uns darauf verlassen können, dass Konsento im Hintergrund läuft, können wir uns im Vordergrund auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung unserer Technologie und – letztlich – bessere Chancen für Krebspatienten."

